Gerne möchte ich hier über unser „Unicorn Weekend“ berichten. Animiert wurde ich vom Blog von Jeannine.
Nun ja, hier einige Informationen im Vorfeld: 4 Girls aus ursprünglich 3 Firmen treffen sich und freunden sich an. Die Mittagspausen sind oft lustig und verrückt. Es entsteht ein WhatsApp Gruppenchat, der inzwischen Crazy Unicorns heisst. Soweit so gut. Irgendwann beschliessen wir, ein gemeinsames Wochenende zu planen. Gesagt – getan.
Was man vielleicht auch noch wissen muss: unsere Girls-Group hat sich zu Unicorns committed, will heissen, jede von uns hat ihr eigenes – natürlich für alle andern unsichtbares – Unicorn. Na ja, wir sind halt trendy und gehen mit der Zeit. Die Unicorn-Namen sind Insidern vorbehalten und werden hier deshalb nicht veröffentlicht, sorry!
Endlich war es soweit, das Unicorn Weekend stand an. Am Samstag Vormittag sind wir vier mit zwei Autos angereist. Wir haben uns für ein schönes altes Riegelhaus-Hotel in Gottlieben im Thurgau entschieden, das sich Hotel Drachenburg & Waaghaus nennt. Mein Auto habe ich eingangs Gottlieben auf den Hotel-Parkplatz gestellt und mit Sack und Pack gings zusammen mit Sofka zum Hotel. Obwohl die Check-In Zeit offiziell erst am Nachmittag war, haben wir uns an der Reception gemeldet. Die nette Dame gab uns sogar noch einen kostenlosen Upgrade in eine höhere Zimmer-Kategorie. Sie meinte, wir hätten dann etwas mehr Platz. Nun ja, wir waren so gespannt auf das Zimmer und haben dieses gleich bezogen. Dann noch ein paar Fotos vom Zimmer und der Aussicht. Ach ja, wo sind bloss Petra und Jeannine geblieben? Wir fragten nach und erfuhren, dass sie im Anflug sind. Als auch Jeannine und Petra eingecheckt und ihr Zimmer bezogen hatten, wurde erst mal die nähere Umgebung erkundet.
Da scheinbar nicht nur ich kein Frühstück hatte, beschlossen wir uns ein feines Mittagessen im Hotel-Restaurant zu gönnen. Bedient wurden wir von Marco, der sich sehr um uns bemühte. Zwei von uns entschiedenn sich für Nudeln, eine für Fisch und ich für Ravioli. Hier muss ich einfach erwähnen, dass ich nicht schlecht gestaunt habe, als mein Essen serviert wurde. Da war EIN RiesenRavioli auf Blattspinat mit Rübli-Garnitur oder war’s Kürbis auf meinem Teller. Ich weiss noch immer nicht, ob das die richtige Wahl war, denn auf einmal hatte ich auch eine grosse Lust auf Bandnudeln. Aber egal, das Ravioli wurde gefuttert und war ja auch sehr fein.
Als wäre es nicht genug, gab’s auch noch 4 Desserts und Kaffee. Es war echt schön. mal nicht auf die Uhr schauen zu müssen, denn sonst geht’s nach einer Stunde jeweils zurück zur Arbeit.
Beim Bezahlen der Rechnung verriet uns Marco, dass er nun in die Zimmerstunde kann. Oops, es war fast halb 3. Die Chefin höchst persönlich zeigte uns noch einige Räume vom Hotel und wir waren alle hin und weg. Die Räume waren sehr gepflegt und es wurde viel Wert auf Details gelegt. Auch auf dieser Tour wurden so einige schöne Bilder geschossen.
Bei der Ankunft entdeckten wir einen kleinen Shop, der die bekannten Gottlieber-Hüppen im Angebot hatte. Da wollten wir alle erstmal rein. Die einen wollten sich Mitbringsel und Geschenke besorgen und ich Hüppen einfach nur für mich.
Besonders erwähnen möchte ich an dieses Stelle, dass Marco, unser Kellner von vorhin, auf der Bank vor dem Laden Kaffee trank. Ich konnte es nicht lassen und machte ihn darauf aufmerksam, dass dies wohl nicht sein Zimmer sei. Er wollte ja in die Zimmerstunde, grins.
Nach dem Hüppen-Grosseinkauf ging’s ans Rheinufer, das grad mal 20-30 Meter vom Hotel-Ausgang war. Der Himmel war tiefblau und eine Fotosession liess sich nicht vermeiden. Es entstanden einige lustige Bilder von Jeannine und Sofka.
Am Fluss entlang schlenderten wir weiter bis zur Gottlieber Hüppen Manifaktur. Dort gab’s ein Café und man konnte auch hier Hüppen in teils netten Geschenkspackungen kaufen. Da wir ja bereits Hüppen gekauft hatten, entschlossen wir uns, die Fabrik zu suchen. Ein Fabrik-Rundgang wäre noch der Höhepunkt gewesen. Leider fanden wir nichts dergleichen.
Gottlieben ist sehr klein aber mit Bootsanlegeplatz. Wie es der Zufall wollte, hielt grad so ein Schiff und wir gingen an Bord. Ein Ticket bis Konstanz kostete CHF 8.40 und ich hab dann noch rausgehauen, dass ich nicht das Schiff kaufen möchte. Nun ja, der Herr an der Kasse ging nicht weiter drauf ein und ich auch nicht.
Am Hafen in Konstanz war ein kleiner Markt und wir konnten uns alle gut verweilen. Zwischendurch waren wir noch bei Imperia, einer Statue, die knapp 4 Meter hoch ist. Die Geschichte um die Dame hat uns Sofka erklärt. Mit teils gefüllten Säcken sind wir weiter in die Stadt, wo wir nochmals den einen und andern Laden besuchten. Shopping gibt Durst und wir entschieden uns für Getränke in einem italienischen Restaurant. Anschliessend haben wir uns vis-à-vis beim Chinesen einen Tisch ergattert, allerdings mussten wir uns 30 Minuten gedulden. Nach dem Nachtessen gab’s zum Abschluss für alle einen Glückkeks. Wir fragten den Kellner – oder war’s der Chef – nach der Herkunft dieser Kekse. Dieser grinste und erklärte uns, dass er Koreaner sei. Habe dann die Story um die Glückskekse nach dem Wochenende in Wikipedia nachgeschaut: Die kommen ursprünglich nicht von den Chinesen in China sondern entweder von den Auswanderer in San Francisco oder von den Japanern. Scheinbar ist man sich da nicht einig. Ich kannte nur die Version von den ausgewanderten Chinesen in San Francisco.
Zufrieden und satt ging’s dann Richtung Bahnhof, wo wir uns ein Taxi erhofften, welches uns nach Gottlieben zurückbingen sollte. Beim ersten Taxi war das Licht aus, also besetzt. Beim zweiten hatten wir mehr Glück und stiegen ein. Dies, ohne zu ahnen, dass wir grad einen Taxifahrer-Streit ausgelöst hatten. Nun ja, aus unserer Sicht war das Taxi frei, da die Lampe brannte. Was wir nicht wussten; der Taxi Chauffeur hatte grad einen Auftrag angenommen aber wohl vergessen, die Lampe auszuschalten. Er entschloss sich dann, den ursprünglichen Auftrag an seinen Kollegen weiterzugeben. Das passte dem aber nicht, denn er wollte scheinbar lieber uns fahren. Seinen Unmut über die ganze Situation liess erst über Funk und dann noch über’s Mobile verlauten. Dem war aber nicht genug, er verpetzte seinen Kollegen auch noch beim Chef. Eigentlich hätte er sich bei seinem Kollegen für den unverhofften Auftrag bedanken sollen und sich nicht darüber beschweren. Nun eins hatte die Taxifahrt nach Gottlieben, sie war sehr unterhaltsam.
Wieder im Hotel zurück, holten wir unsere Sachen aus den Zimmern. Wir haben Petra’s Geburtstag nachgefeiert und auch für uns andern gab’s Geschenke. Danke Euch allen. Nach der ganzen Auspack-Orgie befanden sich Einhorn-Quietsche-„Entchen“, Einhorngetränkehalter für die Badewanne und Kinder Überraschungs-Spielezeuge auf dem Tisch. Und last but not least hat Petra ihre neuen Einhorn-Hausschuhe eingetanzt.
Alles in allem passte meine Bemerkung „hier sieht es aus, wie bei einem Kinder- Geburtstag!“ wie Faust auf’s Auge. Nachdem wir alles auf die Seite geräumt hatten, spielten wir „Wer bin ich“. Ich war Daryl von The Walking Dead, Donald Trump, Pamela Anderson und Nemo, der Clown Fisch!!! Irgendwann waren wir alle müde und entschlossen, schlafen zu gehen.
Am nächsten Morgen trafen wir uns um halb 10 zum Frühstück und liessen dabei den Abend Revue passieren. Es gab so einiges, das nochmals aufgefrischt wurde.
Wieder zurück auf unseren Zimmern mussten wir leider bereits wieder zusammenpacken, was Sofka und ich rasch erledigt hatten. Was blieb noch? Ach ja, wir mussten noch die Hotelrechnung bezahlen, also ab zur Reception.
Nach einigen Diskussionen haben wir uns entschieden, auf dem Heimweg einen Abstecher nach Stein am Rhein zu machen. Als wir in Stein am Rhein ankamen, hatten wir erst etwas Mühe, den grossen Parkplatz zu finden, von welchem uns Sofka erzählte. Es klappte dann aber doch noch und wir waren schon wieder beim Shopping. Zum Abschluss ging’s noch in ein Café für Getränke, Kaffees und Süssigkeiten.
Nach diesem ereignisreichen Tag in Gottlieben, Konstanz und Stein am Rhein haben wir uns verabschiedet und sind getrennt nach Hause gefahren.
Eins ist uns allen klar, dieses Wochenende schreit nach einer Wiederholung. Wer weiss, wohin es uns das nächste Mal verschlägt. Ich bin überzeugt, wir werden weitere interessante Orte finden, die wir erkunden können.
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